Einkommen - Lars Düsterhöft

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Einkommen - Der gläserne Abgeordnete

Wieviel verdient ein Abgeordneter eigentlich?

Da dies eine viel diskutierte Frage ist, möchte ich an dieser Stelle offen über meine Einkünfte informieren.

Damit ich meiner Arbeit als gewählter Vertreter der Berliner Bürgerinnen und Bürger nachgehen kann, ohne dass ich mir finanzielle Sorgen machen muss, wird mir eine monatliche Entschädigung (Diät) gezahlt, die ich selbstverständlich versteuern muss.

Diese Entschädigung beträgt derzeit 3.944 €. Die Höhe der Beträge wird zu Beginn eines neuen Jahres angepasst und richtet sich nach dem durchschnittlichen Bruttoverdienst vollzeitbeschäftigter ArbeitnehmerInnen im Land Berlin. Diese Diät wird gekürzt, wenn ich bei einer Parlamentssitzung (50 €) oder bei einer Ausschusssitzung (25 €) fehle.

Zusätzlich zu meiner Entschädigung erhalte ich eine sogenannte Kostenpauschale. Diese beträgt momentan 2642 €. Hiermit finanziere ich mein Bürgerbüro in Johannisthal, Büromaterialien, dienstliche Telefonate, Fahrkosten und vor allem meine Arbeit im Wahlkreis. Diese Kostenpauschale ist steuerfrei. Abgeordneten, die kein Bürgerbüro haben, wird diese Pauschale um 1000 € gekürzt.

Schließlich wird mir noch eine monatliche Personalpauschale zur Verfügung gestellt, mit der ich bis zu drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen kann. Zur Zeit habe ich drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mich bei meiner parlamentarischen Arbeit im Abgeordnetenhaus und im Wahlkreis unterstützen. Diese Pauschale beläuft sich auf 4.327 € zuzüglich der gesetzlichen Lohnnebenkosten des Arbeitsgebers. Dieses Geld wird durch das Abgeordnetenhaus verwaltet. Restbeträge können nicht angespart oder anderweitig verwendet werden.

Ich werde oft gefragt, ob ich eigentlich eine Rente bekomme, wenn ich irgendwann oder auch vorzeitig das Abgeordnetenhaus verlasse.

Wer seinen Status als Abgeordneter mindestens ein Jahr behält, hat Anspruch auf ein Übergangsgeld für maximal 18 Monate. Behält ein Abgeordneter mindestens neun Jahre lang sein Mandat und hat das 63. Lebensjahr vollendet, hat er ein Anrecht auf eine Pension in Höhe zwischen 35 % und 65 % der Entschädigung. Die genaue Höhe ist abhängig von der Dauer der Mitgliedschaft. Wer weniger als neun Jahre Mitglied des Abgeordnetenhauses ist, erhält beim Ausscheiden aus dem Parlament eine Nachverrentung. Bei dieser wird die Diät als Bruttoeinkommen bewertet und entsprechende Beiträge zur Rentenversicherung nachträglich an diese abgeführt.

Weitere Tätigkeiten:

Seit Oktober 2018 bin ich Mitarbeiter der Geschäftsführung der ProCurand Unternehmensgruppe mit einem Bruttolohn von 1.200 €. Diese Nebentätigkeit habe ich angenommen, da man als Politiker nie wissen kann, wie es nach den nächsten Wahlen weitergeht. Zugleich weiß ich aber, dass ich auch nach der nächsten Wahl unabhängig vom Wahlergebnis eine Familie haben werde, zu deren Ernährung ich ein Einkommen benötige. Da ich schon früher für insgesamt 6 Jahre in der Pflege tätig war, ist diese Anstellung mehr als nur eine Absicherung. Ich arbeite sehr gern in diesem Bereich und will versuchen mein Dasein in der Politik – das oftmals von theoretischen Diskussionen geprägt ist – mit praktischer Arbeit zu kombinieren.

Als Mitglied im Aufsichtsrat der Wohnungsgenossenschaft Johannisthal eG bekomme ich seit Mai 2017 eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 €.

Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem oder zu anderen Themen haben, kontaktieren sie mich gerne jederzeit.

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