Einkommen - Lars Düsterhöft

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Einkommen - Der gläserne Abgeordnete

Wieviel verdient ein Abgeordneter eigentlich?

Da dies eine viel diskutierte Frage ist, möchte ich an dieser Stelle offen über meine Einkünfte informieren.

Von der Diät zahle ich auch meine Krankenversicherungsbeiträge von rund 700 €. Da ich keiner Nebentätigkeit nachgehe, erhalte ich vom Abgeordnetenhaus dafür einen Zuschuss in Höhe von 250 €.

Damit ich meiner Arbeit als gewählter Vertreter der Berliner Bürgerinnen und Bürger nachgehen kann, ohne dass ich mir finanzielle Sorgen machen muss, wird mir eine monatliche Entschädigung (Diät) gezahlt, die ich selbstverständlich versteuern muss.

Diese Entschädigung beträgt seit dem 1. Januar 2017 3.742 €. Die Höhe der Beträge wird zu Beginn eines neuen Jahres angepasst und richtet sich nach dem durchschnittlichen Bruttoverdienst vollzeitbeschäftigter ArbeitnehmerInnen im Land Berlin. Diese Diät wird gekürzt, wenn ich bei einer Parlamentssitzung (50 €) oder bei einer Ausschusssitzung (25 €) fehle.

Zusätzlich zu meiner Entschädigung erhalte ich eine sogenannte Kostenpauschale. Diese beträgt momentan 2541 €. Hiermit finanziere ich mein Bürgerbüro in Johannisthal, Büromaterialien, dienstliche Telefonate, Fahrkosten und vor allem meine Arbeit im Wahlkreis. Diese Kostenpauschale ist steuerfrei. Abgeordneten, die kein Bürgerbüro haben, wird diese Pauschale um 1000 € gekürzt.

Schließlich wird mir noch eine monatliche Personalpauschale zur Verfügung gestellt, mit der ich bis zu drei Mitarbeitern beschäftigen kann. Zur Zeit habe ich zwei Mitarbeiterinnen, die mich bei meiner parlamentarischen Arbeit im Abgeordnetenhaus und im Wahlkreis unterstützen. Diese Pauschale beläuft sich auf 3.049 € zuzüglich der gesetzlichen Lohnnebenkosten des Arbeitsgebers. Dieses Geld wird durch das Abgeordnetenhaus verwaltet. Restbeträge können nicht angespart oder anderweitig verwendet werden.
Ich werde oft gefragt, ob ich eigentlich eine Rente bekomme, wenn ich irgendwann oder auch vorzeitig das Abgeordnetenhaus verlasse.

Wer seinen Status als Abgeordneter mindestens ein Jahr behält, hat Anspruch auf ein Übergangsgeld für maximal 18 Monate. Behält ein Abgeordneter mindestens neun Jahre lang sein Mandat und hat das 63. Lebensjahr vollendet, hat er ein Anrecht auf eine Pension in Höhe zwischen 35 % und 65 % der Entschädigung. Die genaue Höhe ist abhängig von der Dauer der Mitgliedschaft. Wer weniger als neun Jahre Mitglied des Abgeordnetenhauses ist, erhält beim Ausscheiden aus dem Parlament eine Nachverrentung. Bei dieser wird die Diät als Bruttoeinkommen bewertet und entsprechende Beiträge zur Rentenversicherung nachträglich an diese abgeführt.

Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem oder zu anderen Themen haben, kontaktieren sie mich gerne jederzeit.

...

Copyright @ Lars Düsterhöft 2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü